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Elke Keller gewinnt Nebelhorn-Berglauf

Nebelhorn-Berglauf

Die Geislinger Bergläuferin Elke Keller läuft von Erfolg zu Erfolg und kann nicht einmal von der vielfachen Senioren-Welt- und Europameisterin Marie-Luise Heilig-Duventäster von der LG Welfen gestoppt werden. Die Fils­tälerin holte sich den Sieg beim Nebelhorn-Berglauf im Oberallgäu, dem härtesten Berglauf Deutschlands.

Insgesamt 10,5 Kilometer Strecke und 1405 Höhenmeter – vom Marktplatz in Oberstdorf bis zur Gipfelstation auf dem Nebelhorn – musste die amtierende Berg­lauf-Europameisterin ihrer Klasse W50 überwinden, ehe sie im Ziel als Gesamtsiegerin unter 45 Konkurrentinnen gefeiert werden konnte. Steigungen bis zu 35 Prozent lagen dazwischen und forderten höchsten körperlichen Einsatz. Bei einer Stunde und 23 Minuten (1:23:43) blieb die Uhr für die Seniorensportlerin stehen, die sich von den Anstrengungen in kurzer Zeit zu erholen versteht.

Zwölf Grad und leichter Nieselregen am Start und Nebel mit eisigem Wind bei zwei Grad Celsius im letzten Drittel verlangten von den 260 Startern alles ab. Elke Keller zog bereits nach vier Kilometern an ihrem Idol Marie-Luise Heilig-Duventäster, der 20-fachen Berglauf-Weltmeisterin der Senioren, vorbei und hielt den Abstand. Bei Kilometer sieben hatte sie Ehemann Jürgen im Griff, überholte ihn und gewann das Ehepaar-Duell mit 53 Sekunden Vorsprung auf dem 47. Platz im Gesamtfeld. Jürgen Keller wurde 52. und landete auf den zweiten Platz der Klasse M55.

„Ab Kilometer neun ist uns ein kalter Wind um die Ohren gepfiffen, das Nebelhorn machte seinem Namen alle Ehre“, erzählt die glückliche Siegerin: „Leider blieb uns die schöne Aussicht auf über 400 Gipfel verwehrt.“

Schnellster Vertreter der Kreisvereine war Alessandro Collerone vom Sparda-Team Rechberghausen, der bereits nach 1:12:02 Stunden die Ziellinie erreichte. Er wurde Klassen-Zweiter der M 40 und lief im Klassement als Neunter noch in die Top-Ten. Team-Kollege Matthias Häderle lief in 1:38:56 Stunden auf den 15. Platz der M 40. Bei den Männern gewann der Allgäuer Bergläufer Quirin Schmölz in 1:05:26 Stunden und verwies Patrick Spettel vom ZSV Laufteam Wohlfurt (1:06:00) und Alexander Hirschberg vom TV Kempten (1:07:32) auf die Plätze.

Heilig-Duventäster musste sich diesmal in 1:25:58 Stunden mit dem dritten Rang begnügen, da sie kurz vor dem Ziel noch von der Allgäuerin Susi Lell (1:25:36) überholt wurde und 22 Sekunden verlor.

Bericht von ROLF BAYHA  |  5. Juli 2017
aus der Geislinger Zeitung