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Alexander Straub 2007

Alexander Straub kann auf eine erfolgreiche Saison zurück blicken

 

  

Alexander Straub

Mein Einstieg in die Sommersaison 2007 war mit gemischten Gefühlen verbunden:

Zum Einen war da die Unsicherheit, ob die Oberschenkelverletzung aus dem Jahr 2006 der Wettkampfbelastung Stand hält, zum Anderen hatte ich ein zweiwöchiges Trainingslager in San Diego, Kalifornien, sehr gut und ohne Blessuren überstanden. Die Vorbereitung auf die Saison lief wie seit neun Jahren unter der Regie von Landestrainer Ivan Macura-Böhm konsequent und zielgerichtet ab.

Als Saisonhöhepunkt wurden die Deutschen Meisterschaften und die Qualifikation zu der in Bangkok stattfindenden Universiade festgelegt und das Training darauf abgestimmt. Eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Osaka wurde zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, jedoch schien eine Qualifikation eher schwierig; vor allem auch deshalb, weil die Disziplin Stabhochsprung in Deutschland sehr gut besetzt ist und regelmäßig immer mehr Athleten die Qualifikationsnorm erfüllen, als von einem Land nominiert werden können.

Der Start in die Freiluftsaison begann dann mit einem sehr guten Wettkampf in Forbach, Frankreich mit der Einstellung meiner persönlichen Bestleistung aus dem Jahre 2006 mit 5,60 m. Gleichzeitig war diese Höhe auch die Qualifikationsnorm für die Universiade. Somit war klar, dass die gewählten Ziele realistisch sind. Die weitere Planung der Wettkämpfe wurde darauf abgestimmt.

Dies ist allerdings nicht immer so einfach. Häufig sind die Startfelder, vor allem in großen internationalen Wettkämpfen, von Athleten mit einer höheren Bestleistung, gewonnenen Titeln oder ehemaligen WM-Teilnehmern bereits  besetzt. Die Veranstalter  versuchen immer möglichst viele bekannte und in der Vergangenheit erfolgreiche Athleten zu verpflichten. Diese sollen mehr Zuschauer in die Stadien locken. Dabei achten Sie noch auf ein ausgewogenes Teilnehmerfeld, das mit Athleten aus verschiedenen Ländern bestückt sein soll. So ist man als aufstrebender Athlet oft  im Unklaren, ob ein Startplatz zur Verfügung steht. Aber gerade diese Wettkämpfe sind wichtig, weil dort entsprechende Konkurrenz antritt und man sich mit einer guten Leistung für weitere Aufgaben empfehlen kann.

Mit guten Platzierungen und konstanten Höhen  bestätigte ich meine gute Form in Kassel, Karlsruhe, Cottbus, Freistett, Innsbruck, Köln, Regensburg und auf Norderney, so dass ich mit einem guten Gefühl und einem gesunden Selbstbewusstsein zu den Deutschen Meisterschaften nach Erfurt reisen konnte.

Die Bedingungen am Wettkampftag waren allerdings sehr ernüchternd. Starker Dauerregen, unberechenbare Winde und niedrige Temperaturen machten einen regulären Wettkampf unmöglich. Nach über 3 Stunden wurde der Wettkampf dann auf Grund der Intervention des Bundestrainers Jörn Elverding abgebrochen. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschieden und so erhielt ich durch den Abbruch und die Verschiebung auf den darauf folgenden Sonntag eine zweite Chance.

Am frühen Sonntagvormittag fanden  alle Athleten nur schwer in den Wettkampf.  Der Samstag hatte bei schwierigsten Bedingungen uns allen sehr viel abverlangt und enorm viel Kraft gekostet. Die äußeren Bedingungen waren allerdings deutlich besser. Ich konnte meine Chance nutzen, belegte mit einer Höhe von 5,50 Meter den dritten Platz und gewann somit die Bronzemedaille. Deutscher Meister wurde Danny Ecker vor Björn Otto. Somit war klar, dass Danny Ecker, Björn Otto und Tim Lobinger zur WM nach Osaka fahren (Tim hatte sich bereits über den Europa-Cup qualifiziert). Tobias Scherbarth (Bayer Leverkusen) und ich freuten uns über die Nominierung zur Universiade in Bangkok.