Plakate locken Minister an

Die Idee zum Meeting in Böhmenkirch war in der Familie Urbaniak entstanden, aber als dann unter Regie von Mutter Kerstin die sich über Monate erstreckenden Vorarbeiten begannen, stand die ganze Gemeinde hinter dem Projekt, an der Spitze Bürgermeister Matthias Nägele.

Über mehrere Tage erstreckten sich die Vorarbeiten zum Meeting auf dem Böhmenkircher Marktplatz, wo eine Wettkampfstätte eingerichtet worden war, die Damen- Bundestrainer Klaus Schneider aus Magdeburg schwärmen ließ: "Ich bin 600 Kilometer gefahren und bereue keinen einzigen, nachdem ich das hier das gesehen habe." Für weitere Meetings an gleicher Stelle versprach er, mit allen deutschen Spitzen-Kugelstoßerinnen wieder nach Böhmenkirch zu kommen.

Die Idee zum Meeting in Böhmenkirch war in der Familie Urbaniak entstanden, aber als dann unter Regie von Mutter Kerstin die sich über Monate erstreckenden Vorarbeiten begannen, stand die ganze Gemeinde hinter dem Projekt, an der Spitze Bürgermeister Matthias Nägele. Auch Vorgänger Jürgen Lenz brachte sich ein, vor allem aber die Vereine TG Böhmenkirch und TV Treffelhausen, die eigens eine offizielle Ausrichter-Arbeitsgemeinschaft gründeten.

Als Böhmenkircher ließ sich der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber einen Besuch beim Meeting nicht entgegen. Kultusminister Andreas Stoch war durch Plakate bei seinen fast täglichen Fahrten durch Böhmenkirch - von Heidenheim ins Ministerium nach Stuttgart und wieder zurück - auf die Veranstaltung neugierig geworden. Diese beiden sowie die Landtagsabgeordnete Nicole Razavi und Bürgermeister Nägele unterhielten die Zuschauer mit einem Promiwettbewerb. In dem zeigte Stoch, nicht nur theoretisch der Leichtathletik eng verbunden zu sein, und Razavi, dass sie in ihrem sportwissenschaftlichen Studium Theorie und Praxis gleichermaßen verinnerlicht hat. Stoch fühlte sich durch die Atmosphäre in Böhmenkirch an die WM 1993 in Stuttgart erinnert, bei der er als Betreuer internationaler Gäste dabei war.

Fachwissen und Glück hatten zwei Experten, als es darum ging, die Siegesweite im Männerwettbewerb vorherzusagen. Genau 19,84 Meter tippten Speerwerfer Peter Esenwein aus Holzhausen und Uwe Mühlbauer, der Organisator des Gammertinger Hallen-Kugelstoßmeetings.

Interview von GÜNTER HOFER   |  10. August 2015
aus der Geislinger Zeitung