Marc-Dominik Klaschka deutscher Vizemeister im Siebenkampf

Stabhochsprung Marc-DominikNach enttäuschendem ersten Tag steigert sich der Dürnauer.
Bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften in Frankfurt-Kalmbach sicherte sich Marc-Dominik Klaschka von der LG Filstal mit seiner absoluten Willensstärke am Ende doch noch die Silbermedaille.
Marc Dominik fuhr mit seinem Heim-Trainer Bernd Borowsky mit Medaillenhoffnungen nach Frankfurt, nachdem er bereits in den letzten Wochen sehr starke Vorleistungen gezeigt hatte. Obwohl es am ersten Tag nicht so optimal lief, erkämpfte er sich am Ende doch noch die Silbermedaille, überzeugte einmal mehr die Verantwortlichen des Deutschen Leichtathletikverbands und begeisterte die Zuschauer in der Halle.
Bei sehr guten Rahmenbedingungen waren auch bei den Aktiven die stärksten Deutschen Mehrkämpfer wie André Niklaus, Hallenweltmeister 2006, Norman Müller und der Vorjahressieger Jacob Minah am Start. Klaschka bedauerte, dass sein Kader-Freund , der deutsche Spitzenzehnkämpfer Artur Abele vom SSV Ulm 1846, nicht am Start war, da er dieses Jahr die Hallensaison auslässt und sich voll auf die Olympischen Spiele in Peking konzentriert.

Marc-Dominik musste nach einem Fehlstart im 60m- Sprint den zweiten Versuch vorsichtiger angehen und erhielt mit den 7,61 Sekunden gleich bei der ersten Disziplin einen Dämpfer. Im Weitsprung zeigte der Dürnauer seine Stärke und war mit der Weite von 6,77 Meter ganz zufrieden.
Im Kugelstoßen wollte er dann seine sehr guten Trainingsergebnisse umsetzen, blieb aber mit 13,92 Meter deutlich unter seinen Möglichkeiten.
Die Enttäuschung saß tief. So schlichen sich beim abschließenden Stabhochsprung kleine Fehler ein, worauf Dome mit 3,90 Meter ebenfalls weit hinter seinen Erwartungen blieb. Ein schwerer Sturz seines Freundes und bis dahin führenden Felix Skippe von Nike Berlin überschattete den ersten Tag. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert, wobei später eine positive Nachricht die Gemüter wieder beruhigte.

Am zweiten Tag wollte Klaschka in seiner Paradedisziplin, dem 60-Meter-Hürdensprint, wichtige Punkte gegenüber seinen Konkurrenten wieder gutmachen, doch dies ging gewaltig schief. Da er zu dicht an die erste Hürde lief, fand er nicht den Rhythmus und lag mit seiner Zeit von
8,58 Sekunden fast drei Zehntel über seiner Bestzeit. Nun musste beim Hochsprung alles klappen. Er  bewies Kampfgeist und übersprang am Ende mit neuer Hallenbestleistung 1,87 Meter. Dies brachte ihn wieder an die Spitze heran, er war vor dem abschließenden 1000-Meter-Lauf auf Platz vier.

Mit einem unglaublichen Kraftakt holte Dome das Letzte aus sich heraus und lief den Mitstreitern allen davon. Die Halle trug ihn mit Beifall ins Ziel. Die Uhr blieb bei 2:48 Minuten stehen.

Die Silbermedaille war geschafft. Nach seinem deutschen Meistertitel 2005 und der Vizemeisterschaft 2006 im Schüler-Achtkampf war die Vizemeisterschaft im Hallen-Siebenkampf sein dritter großer Erfolg auf Bundesebene.
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