Zehnkämpfer Klaschka zeigt sich als wahrer Kämpfer!

Dominik KlaschkaBei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover wurde der 10 Kampf bei der männl. Jugend B für Marc Dominik Klaschka von der LG Filstal zu seinem bisher härtesten 10 Kampf in seiner noch Jungen Laufbahn. Seine größte Herausforderung waren nicht die 60 Teilnehmer, sonder eine Muskelverhärtung im unteren Rücken. Am Ende hatte er zwar sein gestecktes Ziel die 7000 Punkte u. eine Medaille  knapp verpasst, konnte aber nach einem unermüdlichen u. schmerzhaften Kampf mit großem stolz und sehr viel Anerkennung, den Wettkampf mit 6948 Punkten u. einem hervorragenden 4 Platz beenden.

Es war von vorne herein klar, dass diese Meisterschaften für das 17 jährige Zehnkampf Talent aus Dürnau nicht leicht werden u. es war fraglich ob er es mit seiner Rückenverletzung überhaupt durchsteht. Die 100m zu beginn lief er in mäßigen 11,85 Sek. Danach kam seine Paradedisziplin der Weitsprung.  Hier blieb er aber mit 6,59 m deutlich unter seinen Möglichkeiten. Beim anschließenden Kugelstoßen war er mit 14,76m wieder ganz zufrieden. Danach kam die erste Schlüsseldisziplin der Hochsprung. Um den Rücken zu schonen begann er den Wettkampf erst bei einer Anfangshöhe von 1,81m. Die Höhe meisterte er bravourös  u. scheiterte danach nur ganz knapp an den 1,84m. Er blieb somit im Rennen u. konnte den 1 Tag mit dem 400m Lauf in einer ordentlichen Zeit von 53,25 Sek. beenden. Danach war seine Physiotherapeutin Joanna gefordert u. nach einer kurzen Nacht ging es am 2 Tag kurz nach 7.00 Uhr wieder ins Stadion. Bereits beim Einlaufen über die Hürden wurde klar, dass seine Verletzung jeder Zeit das Aus bringen kann. Doch auch hier kämpfte er sich in einer beachtbaren Zeit von 15,05 Sek durch die 110m Hürden.  Auch beim anschl. Diskuswurf sah man dem Athleten erneut an, wie hart er mit seiner Verletzung zu Kämpfen hatte u. so waren am Ende die 40,35m unter den Bedingungen wieder ganz i.O. Nun stand mit dem Stabhochsprung die Disziplin an, wo er sich die Verletzung vor fast 3 Monaten zuzog. Um den Rücken zu schonen stieg man erst bei 4m ein. Dass er am Ende mit seiner Willenstärke sogar eine neue Saisonbestleistung von 4,30m springen kann, grenzte für alle schon fast an ein Wunder. Sogar das Ziel 7000 Punkte u. eine Medaille rückte für Ihn wieder in Reichweite. Nun war beim Speerwurf eine Weite von ca. 54m gefordert, was unter normalen Umständen sicher kein Problem gewesen wäre, doch mit dem  verhärteten Rücken konnte er keinen Block beim Abwurf setzten u. so folg der Speer nur auf 49,35m u. der Traum war geplatzt. Jetzt  war seine unermüdliche u. aufopfernde Physiotherapeutin Joanna die über die 2 Tage Höchstleistung bringen musste zum letzten Mal gefordert u. lockerte seine Beine vor dem abschließenden 1500m Lauf. Mit seiner unbeschreiblichen Willenstärke gewann er sogar noch den abschließenden Lauf in einer Zeit von 4min 41 Sek. u. schob sich von Platz 7 auf den 4 Platz vor. Sieger wurde mit überragenden 7483 Punkten Florian Katzschmann von der TS Herzogenaurach vor Patrick Scherfose LG Weserbergland 7143 P. u. Sascha Riebling LG Schleswig Fahrendorf 7012 Punkte.  

(Bericht Rolf Bayha / NWZ)

 

{gallery}Berichte/Deutsche Mehrkampf Meisterschaften 2008{/gallery}   Foto: Marc Dominik mit seiner Physiotherapeutin Joanna