4 Medaillen bei der Junioren DM

 

Klein, aber fein präsentierte sich das dreiköpfige LG Filstal-Team bei der Deutschen Leichtathletik-Juniorenmeisterschaft in Regensburg.

 

Bei vier Starts sprangen im Regensburger Universitätsstadion ebenso viele Medaillenplätze heraus - eine Bilanz, die an Effektivität kaum zu überbieten ist. Natürlich musste Martina Schultze im Stabhochsprung der Juniorinnen zu den Titelaspirantinnen gezählt werden, hatte sie doch im Vorfeld der Meisterschaften ihre Bestleistung auf hervorragende 4,40 m geschraubt. Wie sehr die Favoritenbürde auch belasten kann, musste die Uhingerin bei ihren Sprüngen über 4,30 m schmerzlich erfahren. Plötzlich war die Anlaufgeschwindigkeit nicht mehr da, die sie gebraucht hätte, um die geforderte Höhe zu meistern. So ging der Titel mit dieser Höhe an Caroline Hasse (Potsdam). Martina Schultze konnte sich bei übersprungenen 4,20 m mit ihrer Silbermedaille erst auf den zweiten Blick anfreunden.

Lena Urbaniak befand sich in den Wurfdisziplinen Kugelstoßen und Diskus in einer völlig anderen Ausgangslage. Sie konnte als A-Jugendliche nicht ganz nach vorn kommen, wollte aber mit guten Leistungen die Älteren in Bedrängnis bringen. Dieses Ziel setzte sie mit ihren beiden Bronzemedaillen bestens um. Das Kugelstoßen entwickelte sich im letzen Versuch zu einem Krimi, als Christine Ruess (VfB Stuttgart) der Filstälerin mit ihrer Steigerung auf 15,57 m den Podestplatz entriss. Doch mit aller Routine konterte Lena und sicherte sich mit einem gelungenen Stoß auf 15,64 m die begehrte Medaille. Auch beim Diskuswerfen entpuppte sich die Filstal-Athletin als Meisterin des letzten Versuchs und übertraf mit 49,74 m die auf dem Bronzeplatz liegende Antje Bormann (SCC Berlin) um neunzehn Zentimeter.

Bei der Höhe von 5,20 m hatte Stephan Munz im Stabhochsprungwettbewerb der Junioren die besten Voraussetzungen, eine Überraschung zu schaffen, lag er doch bis dahin mit einer makellosen Bilanz an der Spitze des Feldes. Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs wurde jedoch deutlich, dass er die lange verletzungsbedingte Trainingspause nicht ganz kompensieren konnte und ihm die Sprungsicherheit fehlte, um größere Höhen zu schaffen. So ging der deutsche Juniorentitel mit 5,40 m an den favorisierten Karsten Dilla (LG Bayer Dormagen). Stephan Munz war am Ende froh, dass er seine Bronzemedaille absichern und die nachrückende Konkurrenz in Schach halten konnte. gm