Lena Urbaniak wieder topfit in Ulm

Mit dem Gewinn der Silbermedaille im Kugelstoßen feierte Lena Urbaniak bei den Deutschen Meisterschaften ihren größten nationalen Erfolg. Stabhochspringer Stephan Munz wurde Fünfter.

Perfekt vorbereitet zeigte sich Lena Urbaniak bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Ulm. Beim ersten Wettbewerb der Titelkämpfe am Freitagabend sicherte sich die Kugelstoßerin der LG Filstal mit neuer persönlicher Bestleistung die Silbermedaille.

Mit den Kugelstoß-Wettkämpfen beschritten die Organisatoren Neuland. Die dichte, leistungsfördernde Atmosphäre eines Kugelstoß-Meetings, wie man sie inzwischen von zahlreichen Meetings kennt, wurde auf dem Münsterplatz geschaffen, indem eine spezielle Kugelstoßanlage und eine Tribüne für 4000 Zuschauer aufgebaut wurden.

Lena Urbaniak fühlte sich in dieser Umgebung und mit zahlreichen Fans aus dem Kreis im Rücken offensichtlich wohl. Ihr erster Stoß landete zwar nur bei 15,90 Meter, aber ihrer Miene war anzumerken, dass sie mit ihrem Auftakt zufrieden und zuversichtlich war, nachlegen zu können. Das gelang der 21-Jährigen bereits im zweiten Versuch, als sie mit 17,65 Meter persönliche Bestleistung erzielte. Diese stand, seit der Deutschen Meisterschaft 2013 im Ulmer Stadion, als sie Dritte geworden war, bei 17,58. Damit verschaffte sich Urbaniak den Respekt der Konkurrentinnen um Platz zwei, denn Vizeweltmeisterin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) ist auf nationaler Ebene eine Klasse für sich. Sie sicherte sich mit 19,69 Meter, im zweiten Durchgang erzielt, den Titel. Ihre Absicht, 20 Meter zu übertreffen, konnte sie nicht in die Tat umsetzen, es folgten noch zwei Versuche auf jeweils 19,63 Meter.

Im Gegensatz zur Meisterin vermochte sich Lena Urbaniak noch zu steigern, denn nach 17,31 im dritten ließ sich im vierten Versuch 17,84 Meter folgen. Auch 17,36 und 17,13 konnten sich sehen lassen.

Stephan Munz hatte wie alle anderen Stabhochspringer unter der Regenunterbrechung am Sonntag zu leiden. Nach übersprungenen 4,30 Meter scheiterte er an 4,40 Meter, zeigte sich aber dennoch zufrieden: "Ich war an meinem Limit." Weil auch andere Springer mit dem Wetter nicht zurecht kamen, sprang für Munz sogar der nicht erwartete fünfte Platz heraus.

Der von langwierigen Verletzungen verfolgte Martin Münkle hatte noch einmal die Qualifikation im Dreisprung geschafft. Die Chance, seine Karriere bei der Deutschen Meisterschaft beenden zu können, ließ sich der 32-Jährige trotz der Probleme nicht entgehen. Er sprang 14,67 Meter weit und erreichte damit den elften Rang.

Leichtathletik - Deutsche Meisterschaften in Ulm
Bericht von KARL-HEINZ PREUSKER  |  28. Juli 2014
aus der Geislinger Zeitung