Flossen passender als Spikes

Bei den deutschen Meisterschaften im Leichtathletik-Mehrkampf der Jugend U18/U16 in Bernhausen belegten Fabian Brummer und Lisa-Maria Oechsle von der LG Filstal die Plätze 16 und 21.

Für die nationalen Titelkämpfe waren sogar drei Athleten der LG Filstal qualifiziert. Nico Schöbel sagte verletzt ab und so reiste nur ein Duo nach Bernhausen.

Am ersten Tag herrschten bei bestem Wetter hervorragende Bedingungen und so konnte Fabian Brummer in der Altersklasse M14 gleich ideal in seinen Neunkampf einsteigen. 12,05 Sekunden bedeuteten Bestleistung über 100 Meter. Im Weitsprung blieb er mit 5,10 m unter seinen Möglichkeiten, korrigierte das aber umgehend mit einer Bestleistung im Kugelstoßen. Er stieß die Vier-Kilo-Kugel 10,34 m weit. In seiner Spezialdisziplin Stabhochsprung zum Abschluss des Tages stellte er mit 3,00 Metern eine weitere Best- leistung auf. Es war die zweitgrößte Höhe aller Teilnehmer, die ihn nach dem ersten Wettkampftag auf einen unerwarteten neunten Platz katapultierte.

Für Lisa-Maria Oechsle begann es in der AK15 etwas holprig. Über 80 Meter Hürden blieb sie gleich an der zweiten Hürde hängen und kam außer Tritt, so blieb die Uhr erst bei 12,91 Sekunden stehen. Im Hochsprung überquerte sie 1,46 m und scheiterte an neuer Bestleistung von 1,49 m knapp. Im Kugelstoßen blieb sie unter ihren Möglichkeiten, mit nur 8,74 m ließ sie einige Punkte liegen. Über 100 Meter gewann sie zwar ihren Lauf, war aber mit 12,96 Sekunden nicht ganz zufrieden. Damit lag sie nach dem ersten Tag auf Rang 24, ein wenig hinter der erhofften Marschtabelle.

Der zweite Tag bot das Schlimmste, was man sich als Mehrkämfer vorstellen kann: heftiger Dauerregen bei kühlen Temperaturen. Bereits um 9 Uhr musste Fabian Brummer zum 80-Meter-Hürdenlauf antreten. Seine Bahn stand vollkommen unter Wasser, Flossen hätten ihm mehr geholfen als Spikes. Er ließ sich dennoch nicht beirren und legte eine neue Bestzeit auf die Tartanbahn. Mit 11,83 Sekunden schob er sich auf Rang acht. Im Speerwurf blieb er mit 32,75 Metern hinter den Erwartungen zurück. Beim Hochsprung hatten die Athleten eher das Gefühl, in ein Schwimmbecken zu springen als auf eine Hochsprungmatte. Dennoch überquerte Brummer 1,45 Meter. In seiner etwas schwächeren Disziplin Diskuswurf stellte er zwar mit 24,48 m eine weitere Bestmarke auf, fiel aber in der Gesamtwertung zurück. Durch einen tollen 1.000-Meter-Lauf in 3:12,46 Minuten sicherte er sich am Ende mit neuer persönlicher Bestleistung von 4.634 Punkten den 16. Platz.

Für Lisa-Maria Oechsle begann Tag zwei mit dem Weitsprung. Die vorgesehene Anlage stand unter Wasser, gesprungen wurde auf einer Nebenanlage. Mit 4,75 Metern schaffte Oechsle eine ordentliche Weite. Den Speer warf sie 33,68 Meter weit und klettere auf Rang 19. Im abschließenden 800-Meter-Lauf brach eine alte Verletzung auf und so schleppte sie sich hinkend in 2:48,22 Minuten ins Ziel. Am Ende standen 3.485 Punkte und Rang 21.

Das Trainer-Team mit Kerstin Schulz, Richard Spiegelburg, Helmut Pulvermüller und Roland Mäußnest war mit dem Abschneiden sehr zufrieden, denn sowohl Brummer als auch Oechsle verbesserten sich gegenüber dem Meldeergebnis deutlich. Mit Dominik Graf und Roland Zweifel stellte der Kreis Göppingen bei den Titelkämpfen auch zwei Kampfrichter.

Bericht von ROLAND MÄUSSNEST  |  3. September 2014
aus der Geislinger Zeitung