Elke und Jürgen Keller:  Hand in Hand zur DM-Medaille

Deutsche Meisterschaften im Ultra-Traillauf

Die Region Kaufunger Wald im Nordosten Hessens bot in diesem Jahr schwierige Bedingungen für die deutschen Meisterschaften im Ultra-Traillauf. 234 Akteure standen bei den deutschen Meisterschaften im Ultra-Traillauf im Kaufunger Wald unter dem Startbogen und hatten einen Naturparcours von 65 Kilometern Länge und 1700 Höhemeter vor sich, der durch die Regenfälle der vorangegangenen Tage über viele Kilometer aufgeweicht, tief und nur mit großer Mühe zu bewältigen war.

Bei den Meisterschaftsläufern mit am Start waren das Geislinger Ehepaar Elke und Jürgen Keller von der LG Filstal und die Sparda-Team-Athletin Miriam Köhler aus Birenbach, diesmal im Einsatz für ihren Heimatverein LG Brandenkopf. Gemeinsam ging das Ehepaar auf die Strecke. Elke Keller lief an der Spitze ihrer Altersklasse W 50, bis sich nach 40 Kilometern muskuläre Probleme einstellten und sie sich nur noch mit viel Überwindung und durch Zuspruch ihres Ehemannes einigermaßen weiterbewegen konnte. Bei Kilometer 50 hatte sie sich erholt, wurde aber hier von der späteren Altersklassensiegerin Birgit Schwartz-Reinken vom TSV Eintracht Hittfeld eingeholt, die ihr bis an das Streckenende noch fast vier Minuten abnehmen konnte.

Erstmals Hand in Hand erreichten die Eheleute nach 6:12:15 Stunden das erlösende Ziel, nachdem auf den letzten fünf welligen Kilometern noch mehrere Anstiege bis zu 100 Höhenmetern überwunden werden mussten.

"Hier hat sich unser langes Berglauftraining ausbezahlt", bemerkte Jürgen Keller und freute sich mit seiner Frau Elke über Platz neun bei den Frauen und zweiten Rang in ihrer Klasse. Jürgen Keller erntete zu seiner Überraschung Bronze in seiner Altersklasse M 55 als 48. bei den Männern. Miriam Köhler finishte als Gesamt-Siebte und Fünfte ihrer Klasse (W 20) nach 6:00:22 Stunden. Als Deutsche Meister gefeiert wurden Sina Manishe von der LG Seligenstadt (5:36:00) und Florian Reichert aus Göttingen (4:29:03).

Bericht von ROLF BAYHA  |  21. April 2016 aus der Geislinger Zeitung