Felix Neudeck glücklich nach Titelgewinn

Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften in Heidenheim

Erfolgserlebnisse gab es für die LG Filstal bei den Deutschen Leichtathletik-Mehrkampfmeisterschaften in Heidenheim. Felix Neudeck gewann den Neunkampf der Altersstufe M14, Zwillingsbruder Oskar stand bei der Siegerehrung als Dritter auf dem gleichen Podest. Überraschend holten die Mädchen der LG Filstal zwei Bronzemedaillen durch Mandy Münkle und mit der Mannschaft.

Für die Jugend M14 der LG Filstal begann der Wettkampf mit dem 100-Meter-Lauf. Felix Neudeck wartete gleich mit einer Bestleistung von 12,35 Sekunden auf, für die es 555 Punkte gab. Allerdings startete sein schärfster Konkurrent Paul Schippert (LG Barnim) mit 11,23 Sekunden (675), sodass Neudeck sich in der Rolle des Verfolgers fand. Im Weitsprung steigerte sich Felix Neudeck auf 5,91 Meter, doch der Rückstand zum Konkurrenten, der 6,13 Meter erzielte, wuchs. Die nächste Bestleistung des LG-Filstal-Athleten folgte im Speerwerfen, in dem er sich auf 40,23 Meter steigerte. Im Stabhochsprung gelang Neudeck ein weiterer persönlicher Rekord, mit 3,70 Meter machte er auf den Führenden hundert Punkte gut. Den vertrauten Auftakt in den zweiten Tag gab es mit den 80 m Hürden. 11,77 Sekunden bedeuteten die nächste Bestleistung, der gute 12,79 Meter im Kugelstoß folgten. Mit 1,72 Meter im Hochsprung verkürzte Felix Neudeck den Rückstand um einige Punkte. Die Basis zum späteren Sieg legte er mit dem herausragenden Diskuswurf auf 39,06 Meter, der mit 606 seine höchste Punktzahl brachte. Vor dem 1000 m-Lauf stand fest, dass sich Felix Neudeck nur einen geringen Rückstand auf Schippert erlauben durfte. Das wussten auch die gut 50 Anhänger der LG Filstal, die im Stadion verteilt anfeuerten. Roland Mäußnest, Trainer und Vorstandsmitglied der LG Filstal, war begeistert: „So viele Leute waren noch nie bei einem auswärtigen Wettkampf dabei.“ Felix Neudeck rannte wie noch nie und kam in persönlicher Bestzeit von 3:01,15 Minuten ins Ziel. Damit hatte er 5221 Punkte gesammelt und gewann mit 25 Punkten Vorsprung. Dabei steigerte er seinen eigenen württembergischen Rekord um über 70 Punkte.

Mit 4873 Punkten sicherte sich Oskar Neudeck die Bronzemedaille. Dass sein Abstand so groß war, lag vor allem am verunglückten Stabhochsprung, bei dem er sich verletzte und deshalb nicht mehr als die Anfangshöhe von 2,80 Meter schaffte. Auch im Hürdenlauf machte ihm die Verletzung zu schaffen, im Hochsprung blieb er mit 1,66 Meter unter seinen Möglichkeiten. Mit dem Diskus lief es gut, 36,95 Meter bedeuteten persönliche Bestleistung. In die Mannschaftswertung der LG Filstal, die Rang sechs belegte, kam auch Rafael Keck, der dem Jahrgang 2002 angehört. Er wartete im Stabhochsprung mitpersönlichem Rekord von 3,10 Meter auf und holte sich im Speerwerfen mit 38,63 Meter die meisten Punkte (557). Der Speerwurf war auch die herausragende Leistung von Kai Schäffner, der in der M15 mit 4648 Punkten Platz acht belegte. Den Speer warf er 51,11 Meter weit, das brachte 646 Punkte und einen neuen Kreisrekord.

Ein sehr guter Wettkampf gelang Mandy Münkle im Siebenkampf der Altersklasse W15. Über 100 Meter blieb sie mit 13,32 Sekunden auf ihrem gewohnten Leistungsniveau. Nach zwei übertretenen Versuchen brachte ein Sicherheits-Weitsprung immer noch gute 5,76 Meter. Die 10,07 Meter mit der Kugel bedeuteten Bestleistung innerhalb des Mehrkampfes, ebenso die 1,61 Meter im Hochsprung. Beim 80-Meter-Hürdenlauf blieb Mandy Münkle am zweiten Hindernis hängen, sodass sie in 12,44 Sekunden vier Zehntel über ihrer Bestleistung blieb und viele Punkte einbüßte. Den Speer warf die Württembergische Meisterin mit diesem Gerät auf 33,39 Meter. Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf war es zwischen Platz eins und acht ganz eng, Mandy Münkle ging als Siebte der Wertung ins Rennen, steigerte sich auf eine neue Bestleistung von 2:27,49 Minuten, holte sich damit die Bronzemedaille und übertraf das gesteckte Ziel, unter die besten Acht zu kommen, beträchtlich.

Mit ihren 3774 Punkten trug Mandy Münkle zur Bronzemedaille bei, die sich die Mannschaft der LG Filstal holte. Gute Leistungen zeigte aber auch aus dem jüngeren Jahrgang 2002 Lina-Sophie Hommel mit 3487 und Sarah Angelmaier mit 3153 Punkten. Hommel zog trotz Knieschmerzen ihren Wettkampf durch, die meisten Punkte holte sie durch die 1,61 Meter im Hochsprung, in dem sie in diesem Jahr mit 1,67 Meter Württembergische Meisterin wurde. Angelmaier hob sich das Beste bis zum Schluss auf, als sie sich über 800 Meter auf 2:54,08 Minuten steigerte.

Roland Mäußnest freute sich zurecht über die starken Resultate von Heidenheim. Das sehr gute Abschneiden der LG Filstal führte er auf die intensive zweiwöchige Vorbereitung zurück, die in einem viertägigen Trainingslager in Geislingen gipfelte und die LG bei diesen Meisterschaften zum erfolgreichsten Verein Württembergs machte.

Bericht von KARL-HEINZ PREUSKER   |  24. August 2016 aus der Geislinger Zeitung