LG-Filstal-Athletin Elke Keller jubelt über EM-Bronze

Bei der Senioren-Europameisterschaft im Berglauf im polnischen Ludwikowic Ktodzkich holte Elke Keller von der LG Filstal in ihrer Klasse Bronze.

350 Senioren aus 20 Nationen hatten den Weg zu den European Master Mountain Running Championships ins niederschlesische Ludwikowic Ktodzkich angetreten. Dort wolten sie die Herausforderung von 9,4 Kilometern und 571 Höhenmetern mit dem in 1050 Metern Höhe gelegenen Ziel auf der Hohen Eule, Gemarkung Peterswaldau, in Angriff nehmen und die Europameister küren.

Das Wetter zeigte sich am Tag des Wettbewerbs nach schwüler Hitze und einem starken Regen am Morgen mit zwölf Grad von einer angenehmen Seite und so stand einem erfolgreichen Rennen nichts im Wege.

Gleich nach dem Start setzen sich die beiden Favoritinnen, das spanische Leichtgewicht Maria Gracia Coll Constans und Susan Ridley aus Schottland, vom Feld ab. Elke Keller lief auf der vierten Position, knapp dahinter Anke Härtl aus Coburg. Gegen ihre schärfste deutsche Konkurrentin hatte die Geislingerin bei den deutschen Berglaufmeisterschaften im Vorjahr noch klar das Rennen um Platz drei verloren. In Polen schlosste sie nun zu ihr auf und zog sogar vorbei.

Nach einem vehementen Schlussspurt erreichte die Filstälerin als vierzehnte Frau im Klassement völlig ausgepowert in 49:40 Minuten das Zielband und feierte mit deutlichen zwei Minuten und 14 Sekunden Vorsprung auf Anke Härtl den Bronzeplatz der Altersklasse 45. Die Europameisterschaft gewann die favorisierte Maria Gracia Coll Constans in 47:54 vor Susan Ridley (48:14).

Schon eine Woche vor der EM war Elke Keller auf dem Treppchen gestanden, als sie sich beim Worldcup-Rennen in Bludenz über 8,4 Kilometer und 1180 Höhenmeter auf den Muttersberg im Feld europäischer Top-Läuferinnen den vierzehnten Platz und den Klassensieg der AK 45 erkämpft hatte.
Geteilte Freude ist doppelte Freude. Auch Ehemann Jürgen Keller hatte Anlass zum Feiern, er verbuchte in einem Testlauf bei der Europameisterschaft in Polen nach einjähriger verletzungsbedingter Pause in 52:13 Minuten gleich den 25. Platz unter 43 Teilnehmern der AK 50 für sich.

Bericht von ROLF BAYHA  |  20. Juni 2014 aus der Geislinger Zeitung
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