Keller verpasst Podest knapp

Berglauf-WM in Susa, Italien

Mit dem vierten Platz der Altersklasse 45 kehrte Elke Keller von der LG Filstal als schnellste Deutsche von der Berglauf-WM aus dem italienischen Susa bei Turin zurück.

Hätten die World Masters Mountain Running Championships im Piemont nur zwei Wochen später stattgefunden, hätte sich Elke Keller von der LG Filstal als Weltmeisterin die Krone aufsetzen können. So musste sich die Geislingerin mit dem vierten Platz der Altersklasse W45 zufrieden geben, den sie sich als Elfte im Klassement hart erkämpft hatte. Anders als nach dem deutschen Regelwerk, wo der Geburtsjahrgang für die Klassenzuteilung maßgebend ist, zählt nach den internationalen Regeln exakt der Geburtstag, den die Top-Senioren-Bergläuferin in wenigen Tagen feiert.

Am Start in der italienischen Kleinstadt Susa am Fuße des Mont-Cenis-Passes in der Nähe von Turin waren über 700 Teilnehmern aus 27 Nationen. Das Rennen führte zunächst rund 1,5 Kilometer flach durch den Ort, bevor der recht steile Aufstieg über Steine, sandigen Untergrund und Wiesen ins Bergland begann. 6,8 Kilometer hatten alle Frauen und die Männer zu bewältigen, bevor sie das Ziel nach 772 Höhenmetern erreichten

Elke Keller wurde in 50:58 Minuten als schnellste Deutsche in diesem Rennen gestoppt. Nur 3:42 Minuten schneller lief die Siegerin, die Engländerin Lou Roberts (Altersklasse W40), die ihre Landsleute Julie Briscoe (48:19 Min.) und Kirsty Hall (49:08 Min.) auf die Plätze verweisen konnte. Gold in der W 45 gewann die Italienerin Simonetta Menestrina von Atletica Trento in 49:17 Minuten. 41 Sekunden fehlten der Geislingerin auf das Treppchen.

Schnellste W50-Läuferin war die Spanierin Maria Soledad Castro, die ihr neun Sekunden später folgte. „Ich könnte jetzt enttäuscht sein“, ließ Elke Keller wissen, „aber ganz im Gegenteil, es war ein super schöner Lauf in einer grandiosen Landschaft“, gibt sie sich zufrieden und freut sich auf weitere Herausforderungen. Ehemann Jürgen Keller lief in seiner Klasse  M55 unter 57 Startern in 54:10 Minuten auf den 21. Platz.

ROLF BAYHA   |  1. September 2016 Bericht aus der Geislinger Zeitung