Kugelstoßerin Lena Urbaniak feiert vierten Titel in Folge

Leichtathletik - Deutsche Hochschulmeisterschaften

Die Erfolgsserie von Kugelstoßerin Lena Urbaniak reißt nicht ab. Nun wurde die Böhmenkircherin zum vierten Mal Deutsche Hochschulmeisterin.

Erfolgreiche Wettkampftage hat Kugelstoßerin Lena Urbaniak von der LG Filstal hinter sich. Vor anderthalb Wochen holte sich die Böhmenkircherin mit 17,12 Meter den Titel bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Karlsruhe. Am Samstag in Sindelfingen wurde sie Süddeutsche Hallenmeisterin. Mit der selben Weite wie eine Woche zuvor in Karlsruhe ließ sie die praktisch nicht vorhandene Konkurrenz weit hinter sich.

Tags darauf trat die Böhmenkircherin in Sachsen beim zehnten Rochlitzer Kugelstoßmeeting an. Dabei verbesserte die 23-Jährige, deren Freiluft-Rekord seit ihrem Universiade-Sieg 2015 bei genau 18 Metern liegt, ihre Hallenbestleistung auf 17,94 Meter. Auch mit ihrem zweitbesten Stoß auf 17,74 Meter lag sie weit vor der Zweiten, Anja Rüh vom SC Magdeburg, die 17,09 Meter weit stieß. Auf Platz drei kam Lena Urbaniaks Trainingspartnerin Alina Kenzel vom VfL Waiblingen, die 19-jährige Tochter des früheren Frisch-Auf-Profis Adolph Kenzel, die sich auf 16,98 Meter steigerte.

Bei den Männern belegte Tobias Dahm vom VfL Sindelfingen, der ebenfalls zur Trainingsgruppe von Landestrainer Peter Salzer gehört, den zweiten Platz. Mit 19,99 Meter verfehlte er sein lange gesetztes Ziel von 20 Metern nur um einen Zentimeter. Den Sieg trug mit 21,26 Meter der Tscheche Thomas Stanek davon.

Am Mittwoch folgte für Lena Urbaniak Sieg Nummer vier innerhalb von elf Tagen: In Frankfurt-Kalbach wurde die zweitbeste deutsche Kugelstoßerin hinter Welt- und Europameisterin Christina Schwanitz zum vierten Mal hintereinander Deutsche Hochschulmeisterin. In ihrem weitesten Versuch stieß sie die Kugel auf 17,53 Meter. "Es war ein sehr guter Wettkampf. Ich bin sehr zufrieden", sagte die Böhmenkircherin, die für die Hochschule Ansbach an den Start ging, nach ihrem Triumph. In Frankfurt-Kalbach ließ sie die Konkurrenz weit hinter sich. Zweite wurde Luise Weber (Uni Erfurt) mit 14,62 Metern, Dritte Desiree Schwarz (Saarbrücken) mit 12,70 Metern.

Den Stabhochsprung der Männer gewann Jakob Köhler-Baumann (Uni Stuttgart), der für die LG Filstal an den Start geht, mit exakt 5 Metern. Die selbe Höhe schaffte Sebastian Vogt (Hochschule Hamm-Lippstadt), der jedoch mehr Versuche benötigte. Auf Rang drei kam Gordon Porsch (Uni Frankfurt) mit übersprungenen 4,80 Meter.

Vor den deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar in Leipzig bestreitet Lena Urbaniak noch einen Wettkampf: Am 14. Februar geht es zum Meeting nach Sassnitz. "Ich bin überzeugt davon, dass ich mich bei der Hallen-DM noch steigern kann", strahlt die erfolgreiche Kugelstoßerin Optimismus aus.

Nach der Hallensaison wirft das sportliche Großereignis schlechthin seine Schatten voraus: die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat die zu erfüllende Norm auf 17,75 Meter heruntergeschraubt - eine Weite, die Lena Urbaniak sowohl in der Halle als auch im Freien schon mehrfach überboten hat. Allerdings zählen diese Ergebnisse für die Olympia-Qualifikation nicht. Erst zum Beginn der Freiluftsaison am 1. April gilt es, die Norm zu schaffen.

Bericht von KARL-HEINZ PREUSKER   |  5. Februar 2016
aus der Geislinger Zeitung