Elke Keller stark in den Vogesen

Traillauf über 28 km in Gerardmer in den Vorgesen

Beim härtesten Traillauf ihrer Karriere lief Elke Keller von der LG Filstal nach 28 Kilometern in Gerardmer in den Vogesen als überragende Klassensiegerin über die Ziellinie.

„Was wir bisher gelaufen sind, war alles ein Kinderspiel gegen den Trail in Gerardmer“, meinte der Geislinger Leichtathlet Jürgen Keller und freute sich über den souveränen Klassensieg seiner Ehefrau Elke, die sich auf einem 28 Kilometer langen Kurs durch die südwestlichen Vogesen in 3:19:41 Stunden gegen ihre Konkurrenz klar durchsetzen konnte. 550 der 2200 Teilnehmer, unter ihnen auch Ehemann Jürgen, hatten beim „Trail Court de la Vallée des lacs“ die Herausforderung auf dem Kurs mit 1300 Höhenmetern gesucht, dem das Regenwetter der vergangenen Wochen schwer zugesetzt und die Wege in Bäche verwandelt hatte.

„Außerhalb des Ortes gab es keine trockene Stelle“, weiß Keller, „oft liefen wir im Matsch, der weit über die Knöchel reichte“, beschreibt er die Singletrails. Bei Kilometer 15 ging es fast senkrecht nach oben. Zur Unterstützung der Akteure hatte der Veranstalter ein Seil am Hang befestigt, an dem sie sich hochziehen konnten. „Ohne diese Hilfe war es fast nicht möglich, nach oben zu kommen“, so Keller.

Nach Kilometer 23 musste ein halber Kilometer im Wasser bewältigt werden, da sich der Weg in einen Bach verwandelt hatte. „Uns halfen aber die tollen Anfeuerungsrufe der Franzosen, die auch noch die hinteren Läufer ins Ziel peitschten“, lobte Jürgen Keller die Zuschauer, an denen sich die Zaungäste bei anderen Laufwettbewerben in Deutschland ein Beispiel nehmen können. Er erreichte als 83. im Klassement in 3:16:27 Stunden den Zielbogen und war mit dem zwölften Platz seiner Klasse sehr zufrieden. Ehefrau Elke lief nur drei Minuten länger und folgte bereits zehn Ränge später. Ihre härtesten Konkurrentinnen, die Französinnen Paola Grenot und Laurence Beaudouin, waren in 3:28:19 und 3:39:04 Stunden chancenlos. Dafür glänzten die Sieger Jonathan Duhail (2:19:46 Stunden) und Adeline Roche (2:45:43 Stunden) aus Frankreich für Fabelzeiten.

Bericht von ROLF BAYHA  |  23. Juni 2016 aus der Geislinger Zeitung