Filstal-Athleten mit überragender Bilanz

 

An Effektivität kaum zu überbieten war der Auftritt des kleinen LG-Filstal-Teams bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathleten. Die 5 Filstäler schürften im tief verschneiten Erfurt nicht weniger als drei Gold- und eine Silbermedaille und erzielten damit eine Bilanz die große Beachtung fand.

 

„ So macht Stabspringen wieder richtig Spaß“, kommentierte Anna Schultze ihren Überraschungs-Coup bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften. Völlig unerwartet kam die Uhingerin mit übersprungenen 4,30 m im thüringischen Erfurt zu Titelehren. Schließlich hatte sie es nicht mit unbekannten Athletinnen zu tun, sondern traf in Person der 4,70 m –Springerin Carolin Hingst und der WM-Teilnehmerin Anna Battke (beide USC Mainz) auf hochkarätige Konkurrenz, die Anna an diesem Tag bezwingen konnte. Hoch motiviert will sie nun auch bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe ihre wiedergewonnene Stärke demonstrieren.

Das gleiche Ziel hat auch Stephan Munz, der bereits am Tag zuvor den Medaillenreigen für die LG Filstal mit einer Goldmedaille eingeleitet hatte. Erst, als dem 21-jährigen Jebenhäuser erneut ein lupenreiner Sprung über seine persönliche Bestleistung von 5,30 m gelungen war, erlahmte der Widerstand des stark springenden Daniel Clemens (LAZ Zweibrücken). Trotz aller Genugtuung, seinen Titel verteidigt zu haben, trauerte Stephan vor allem seinem letzten Sprung über 5,40 m nach, bei dem er schon triumphierend über der Latte schwebte und sie dennoch abstreifte.

Die bemerkenswerte Filstal-Dominanz beim Stabhochsprung komplettierte der zuverlässige B-Jugendliche Jakob Köhler-Baumann mit seiner Silbermedaille. Das hoffnungsvolle Geislinger Talent überwand mit ausgereifter Technik wiederum seine Bestleistung von 4,60 m. Eine weitere Leistungssteigerung konnte Jakob an diesem Tag noch nicht realisieren, da ihm vorausgegangene Fehlversuche zu viel Kraft gekostet hatten.

Ähnlich gut aufgestellt ist die LG Filstal beim Kugelstoß der weiblichen Jugend. Lena Urbaniak, dem ersten A-Jugend-Jahrgang angehörend, stellte sich dem Wettbewerb bei den Frauen. Hier traf sie auf äußerst starke Konkurrenz, angeführt von Christina Schwanitz, der mit 17,56 m die Erfüllung der Hallen-WM-Norm gelang. Lena fand an diesem Tag nicht in den Wettkampf, blieb unter ihren Möglichkeiten und musste sich mit 13,67 m und dem 9. Pl. begnügen.

Als Weitenjägerin entpuppte sich dagegen Schwester Katinka im Wettbewerb der weiblichen Jugend B. In ihrem dritten Versuch traf sie die 4kg-Kugel voll und katapultierte das Wurfgerät auf die neue persönliche Bestleistung von 14,36 m. Mit dieser Weite distanzierte sie die Konkurrenz um fast 1 Meter. So freute sich die Böhmenkircherin nicht nur über ihren Titel, sondern auch über die Konstanz ihrer Technik, die sich in zwei weiteren Versuchen über die 14-Meter-Marke ausdrückte.