Oskar und Felix Neudeck im Titelrausch

Süddeutsche Meisterschaften in St. Wendel

Die Leichtathleten Oskar und Felix Neudeck holten gleich viermal Gold für die LG Filstal bei den Süddeutschen Meisterschaften in St. Wendel.

In St. Wendel krönte sich Oskar Neudeck in der Altersklasse M 14 gleich dreimal durch persönliche Bestleistungen mit dem Titel Süddeutscher Meister. Am Wochenende zuvor hatte er schon einen neuen Stabhochsprungrekord von 3,50 m aufgestellt, nun gab es für ihn Bestleistungen am laufenden Band. Im Hochsprung besiegte er mit 1,77 m seinen höhengleichen Zwillingsbruder Felix, weil er die 1,74 m im ersten Versuch gemeistert hatte. Auch im Weitsprung zeigte Oskar eiserne Nerven, als er sich im letzten Versuch auf 6,03 m katapultierte und Lukas Seibel (Seligenstadt, 5,95 m) noch abfing.

Felix holte sich hier mit 5,89 Meter Bronze. Im Speerwerfen toppte Oskar ebenfalls im letzten Versuch seine Führungsweite von 44,87 m, für 46,64 m gab es Gold. Felix landete mit 37,87 m auf Platz zwölf. Im Kugelstoßen dominierte er dann klar. Seine Siegesweite aus dem zweiten Versuch mit 12,95 m wurde vergeblich von den Kontrahenten attackiert.

Dabei kam Constantin Göser (ebenfalls LG Filstal) auf 12,09 m, was Rang fünf bedeutete, Oskar stieß als Siebtplatzierter 11,55 m. Richtig Pech hatte Constantin Göser im Diskuswerfen, als er mit 38,66 m gerade mal um zwei Zentimeter die Bronzemedaille verfehlte. Oskar warf das Gerät 35,50 m weit (Platz acht) und Felix 27,75 m (Rang 17). Für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Heidenheim im nächsten Monat scheinen die beiden Athleten aus Holzhausen bestens vorbereitet zu sein.

In der Altersklasse M 15 sprang Rafael Tobias Keck im Weitsprung 5,72 m und platzierte sich als Vierzehnter. Für das Team gab es noch zwei Endkampfteilnahmen bei den Mädchen W 15. Jeweils als Fünfte beendeten Stabhochspringerin Melina Diebolder
(3,00 m) und Speerwerferin Elona Kerquota (33,65 m) ihren Wettkampf.

In Weingarten bei den Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften U 18 absolvierte Lisa-Maria Oechsle einen guten, aber etwas unglücklichen Vierkampf (2.750 Punkte). Sie verpasste als Vierte nur knapp um zwölf Punkte die Bronzemedaille. Ihre guten Zeiten über 100 Meter (12,69 Sekunden) und 100 Meter Hürden (14,71 Sekunden) brachten sie weit nach vorne, sie verlor aber entscheidende Punkte im Hochsprung (1,44 Meter) und im Kugelstoßen (9,41 Meter).

Bericht von ULRICH BOPP  |  21. Juli 2016 aus der Geislinger Zeitung