Medaillenträchtiges Wochenende der LG Filstal-Mehrkämpfer

Württembergische Mehrkampfmeisterschaften in Pliezhausen

Bei den Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Pliezhausen gab es insgesamt 8 Medaillen für die sechs vielseitigsten Leichtathleten des Kreises.

In der Altersklasse U16 / M 14 waren die Neudeckzwillinge wieder einmal die überragenden Vierkämpfer. Felix konnte sein in diesem Jahr vorgelegtes Klasseresultat toppen und holte sich mit 12,46 sec über 100 m, 5,84 m im Weitsprung, einer Steigerung im Kugelstoßen um fast eineinhalb Meter auf 13,30 m und übersprungenen 1,76 m im Hochsprung mit 2,330 Punkten die Goldmedaille. Auch Oskar stellte mit 12,56 sec, einem 5,81 m Weitsprung, einem Stoß von 11,88 m und dem gleichen Hochsprungergebnis wie sein Bruder einen neuen persönlichen Rekord auf (2.263 Punkte), der ihm die Silbermedaille einbrachte. Mit ihren Ergebnissen belegen die Brüder in der Deutschen Bestenliste derzeit Rang 3 und 4.

Die Beiden hätten sicher auch im Neunkampf die Konkurrenz dominiert, doch war das sportliche Multitalent Felix am zweiten Tag beim Handballspielen und Oskar testete sich mit Erfolg diesmal nur im Stabhochsprung, wo er mit neuer Bestleistung von 3,50 m zu überzeugen wusste.

Der nur um wenige Monate ältere Rafael Tobias Keck musste in der Altersklasse M 15 an den Start gehen. Hier siegte der klare Favorit, Eric Maihöfer von der LG Staufen, mit 2,389 Punkten. Rafael Tobias kam mit 2.156 Punkten(12,60 sec / 5,46 m / 11,61 m / 1,64 m) auf einen guten sechsten Rang. Im Neunkampf schaffte er die gleiche Platzierung mit einem neuen persönlichen Rekord von 4.765 Punkten, der vor allem auf den starken Speerwurf von 37,97 m am zweiten Wettkampftag und die neue Bestzeit über 1.000 m mit 3:11,09 min zurückzuführen ist.

Die drei Jungs holten sich in der Team-Vierkampfwertung hinter den etwas älteren Athleten der LG Staufen(6.838 Punkte) mit 79 Punkten Rückstand Silber.

Mit gleich 4 Silbermedaillen dekorierte sich Mandy Münkle in der Altersklasse W 15. Hinter der Tübingerin Sharonbright Enow Abio belegte sie in der Vierkampf- und Siebenkampf-Einzelwertung jeweils Platz 2. Mit 13,03 sec über 100 m, einem Weitsprung von 5,05 m und einem Hochsprung von 1,56 m sowie ihrem Kugelstoß von 9,77 m verfehlte sie mit 2.117 Punkten ihre Bestleistung nur knapp. Auch im Neunkampf war das der Fall, obwohl sie mit 12,11 sec über 80 m Hürden, einem 35,25 m-Speerwurf und einem 800 m-Lauf in 2.31,41 min an ihre derzeitige Leistungsgrenze ging. Mit ihrem diesmal nicht ausgeschöpften Potenzial im Hochsprung dürfte ein neuer persönlicher Rekord nur noch eine Frage der Zeit sein.

Lina-Sophie Hommel holte in der W14-Gruppe mit persönlichem Rekord von 2.078 Punkten die Bronzemedaille. In neuer Bestleistung sprintete sie die 100 m in 13,54 sec, sprang 4,82 m weit und hervorragende 1,60 m hoch, außerdem stieß sie die 3 kg Kugel 9,90 m weit. Auch im Siebenkampf gab es für sie eine Rekordpunktzahl von 3.528, die ihr den 5. Rang unter 41 Teilnehmerinnen einbrachte. Mit ihrer 80 m-Hürdenzeit von 12,76 sec und dem Speerwurf (27,89 m) lag sie vor dem 800 m-Lauf noch auf Platz zwei. Trotz einem beherzten Lauf in 2:47,67 min verlor sie gegen die Konkurrentinnen eine Medaille . Nur 59 Punkte trennten am Ende Platz eins und Platz fünf.

Da sich mit Sarah Angelmaier noch eine weitere LG Filstal-Athletin wacker im Vierkampf (1.828 Punkte; Platz 19) und Siebenkampf (3.084 Punkte; Platz 24) schlug, konnten die drei Mädels in beiden Mannschaftswertungen jeweils hinter den älteren Mädchen aus Tübingen die Silbermedaillen gewinnen.

Für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften, so lautet das Fazit dieses Wochenendes, sind die Filstäler jedenfalls bestens gerüstet.

Bericht von ULI BOPP  |  12. Juli 2016